Akkusativ

Der Wen-Fall: das direkte Objekt – das Ziel der Handlung.

1Einstieg
2Beispiele
3Regel
4Vergleich
5Üben
6Spickzettel
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Einstieg

Ohne es zu merken, hast du den Akkusativ längst benutzt: „Vidim ženu." (Ich sehe die Frau.) – „Čitam knjigu." (Ich lese ein Buch.) Das Wort, mit dem etwas geschieht, steht im Akkusativ.

Auffällig: Aus žena wurde ženu, aber grad bleibt in „Vidim grad" gleich. Wann ändert sich das Wort – und wann nicht? Genau das klären wir jetzt.

Der wichtigste Trick steckt im Maskulinum: Es kommt darauf an, ob das Wort belebt ist.

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Beispiele

Jedes Beispiel hat ein direktes Objekt im Akkusativ. Achte darauf, welche Endung sich ändert – und welche nicht:

Vidim ženu.
Ich sehe die Frau.
žena → ženu (Feminin)
Čitam knjigu.
Ich lese ein Buch.
knjiga → knjigu
Vidim grad.
Ich sehe die Stadt.
Sache → unverändert
Vidim studenta.
Ich sehe den Studenten.
Person → + -a
Pijem pivo.
Ich trinke Bier.
Neutrum → unverändert
Idem u školu.
Ich gehe in die Schule.
Richtung: u + Akkusativ

Ein klares Muster: Feminin auf -a wird immer zu -u (ženu, knjigu). Neutrum bleibt gleich (pivo). Beim Maskulinum aber passiert Verschiedenes: die Sache (grad) bleibt gleich, die Person (studenta) bekommt -a.

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Die Regel

Gruppe 1: Wofür steht der Akkusativ?

Der Akkusativ markiert das direkte Objekt. Seine Frage kennst du aus dem Fälle-Kapitel: koga? / šta? (wen? / was?)

Aufgabe Beispiel
direktes Objekt Vidim ženu. – Ich sehe die Frau.
nach Verben wie vidjeti, imati, voljeti, čitati Imam knjigu. – Ich habe ein Buch.
Richtung (wohin?) nach u, na Idem u školu. – Ich gehe in die Schule.

Gruppe 2: So bildest du den Akkusativ (Singular)

Drei von vier Fällen sind leicht. Der spannende ist das Maskulinum – darum steht es hier in zwei Zeilen:

Geschlecht Regel Beispiele
Feminin auf -a -a → -u žena → ženu, knjiga → knjigu
Maskulin – Sache (unbelebt) keine Änderung grad → grad, roman → roman
Maskulin – Person/Tier (belebt) + -a student → studenta, pas → psa
Neutrum keine Änderung pivo → pivo, selo → selo

Gruppe 3: Der Trick beim Maskulinum – belebt oder nicht?

Frag dich bei maskulinen Wörtern nur eines: Lebt es? Menschen und Tiere bekommen -a, Sachen bleiben unverändert:

unbelebt (Sache) → unverändert belebt (Person/Tier) → + -a
Vidim grad. – Ich sehe die Stadt. Vidim studenta. – Ich sehe den Studenten.
Čitam roman. – Ich lese einen Roman. Imam psa. – Ich habe einen Hund.
Warum „studenta"? Bei belebten Maskulina ist der Akkusativ gleich dem Genitiv (Endung -a). Du musst dir das nicht herleiten – merke einfach: lebendig → -a, Sache → keine Änderung.
Im Plural: Hier verschwindet der Unterschied belebt/unbelebt. Feminin und Neutrum sind gleich wie im Nominativ Plural (žene, sela), Maskulinum endet auf -e: studenti → studente, gradovi → gradove.
Richtung vs. Ort: „Idem u grad" (wohin? → Akkusativ) gegen „Živim u gradu" (wo? → Lokativ). Den Ort-Fall lernst du im nächsten Kapitel – hier merkst du dir nur: Bewegung zu etwas hin = Akkusativ.
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Deutsch ↔ Bosnisch

Deutsch

Akkusativ = direktes Objekt, erkennbar am Artikel: Ich sehe den Mann.

Nur das Maskulinum ändert sich (der → den). „die Frau" und „das Kind" bleiben gleich.

Bosnisch

Akkusativ = direktes Objekt, erkennbar an der Endung: Vidim ženu, vidim studenta.

Feminin auf -a ändert sich klar (-u). Maskulin nur, wenn belebt. Neutrum bleibt gleich.

Interessanter Gleichklang: In beiden Sprachen ist das Maskulinum der „Sonderfall" des Akkusativs. Im Deutschen ändert sich nur dort der Artikel (der → den), im Bosnischen entscheidet beim Maskulinum die Belebtheit. Dafür ist Feminin auf -a im Bosnischen besonders eindeutig: immer -u.

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Üben

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Spickzettel

Das Wichtigste auf einen Blick

Aufgabe: direktes Objekt (Frage koga? / šta?) – das Ziel der Handlung. Auch Richtung nach u/na.
Feminin auf -a: immer -a → -u (žena → ženu, knjiga → knjigu).
Maskulin – die Schlüsselregel: belebt (Person/Tier) → + -a (studenta, psa); unbelebt (Sache) → unverändert (grad).
Neutrum: bleibt unverändert (Pijem pivo).
Plural: Feminin & Neutrum wie im Nominativ Plural; Maskulin auf -e (studente, gradove).
Richtung vs. Ort: „u grad" (wohin? Akkusativ) – „u gradu" (wo? Lokativ, nächstes Kapitel).