Modalverben & Imperativ

Sagen, was du willst, musst und kannst – und anderen sagen, was sie tun sollen.

1Einstieg
2Beispiele
3Regel
4Vergleich
5Üben
6Spickzettel
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Einstieg

„Ich lerne" kannst du schon (Učim). Aber wie sagst du, was du willst, musst oder kannst? „Moram učiti." (Ich muss lernen.) – „Mogu doći." (Ich kann kommen.) – „Hoću jesti." (Ich will essen.)

Und manchmal willst du jemandem sagen, was er tun soll: „Slušaj!" (Hör zu!) – „Dođi!" (Komm!) Das ist der Imperativ, die Befehlsform.

Zwei nützliche Werkzeuge auf einmal – und die Modalverben funktionieren fast wie im Deutschen.

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Beispiele

Zwei Muster tauchen auf: Modalverb + Infinitiv und der Imperativ (Befehlsform). Achte auf das hervorgehobene Wort:

Mogu plivati.
Ich kann schwimmen.
moći + Infinitiv
Moram raditi.
Ich muss arbeiten.
morati + Infinitiv
Hoću jesti.
Ich will essen.
htjeti + Infinitiv
Slušaj!
Hör zu!
Imperativ (du)
Dođite!
Kommt! / Kommen Sie!
Imperativ (höflich/Mehrzahl)
Nemoj plakati!
Wein nicht!
verneinter Imperativ

Zwei Bausteine: Modalverben (mogu, moram, hoću) verbinden sich mit dem Infinitiv – ganz wie im Deutschen. Der Imperativ hat eigene Endungen (-aj, -i, -ite …) und wird mit „nemoj" verneint, nicht mit „ne".

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Die Regel

Gruppe 1: Die wichtigsten Modalverben

Du konjugierst das Modalverb (nach Person) und hängst den Infinitiv an – der bleibt unverändert:

Infinitiv Bedeutung ich-Form
moćikönnenmogu
moratimüssenmoram
htjetiwollenhoću
trebatisollen / brauchentrebam
smjetidürfensmijem
Struktur: Modalverb + Infinitiv – „Moram učiti." (Ich muss lernen.), „Možeš doći." (Du kannst kommen.), „Hoćemo jesti." (Wir wollen essen.)
Typisch Bosnisch: Statt des Infinitivs hört man sehr oft „da" + Präsens. „Moram da radim." bedeutet genau dasselbe wie „Moram raditi." – beide sind richtig. Die da-Form ist in Bosnien besonders verbreitet.

Gruppe 2: So bildest du den Imperativ

Den Imperativ gibt es für du, wir und ihr/Sie. Die Endung richtet sich nach dem Verbstamm:

Verb du! ihr / Sie!
raditi (arbeiten)radi!radite!
učiti (lernen)uči!učite!
gledati (schauen)gledaj!gledajte!
slušati (hören)slušaj!slušajte!
piti (trinken)pij!pijte!
Die Faustregel: a-Verben (gledati, slušati) bekommen -j / -jte (gledaj!), die übrigen meist -i / -ite (radi!).
Wichtige unregelmäßige Formen: dođi! / dođite! (komm/kommt), idi! / idite! (geh/geht), budi! / budite! (sei/seid), jedi! / jedite! (iss/esst).

Gruppe 3: Verneinen & höflich bleiben

Einen Befehl verneinst du nicht mit „ne", sondern mit „nemoj" (du) bzw. „nemojte" (ihr/Sie) + Infinitiv:

Form du (informell) ihr / Sie (höflich)
positiv Slušaj! (Hör zu!) Slušajte!
negativ Nemoj plakati! (Wein nicht!) Nemojte plakati!
Höflichkeit: Die vi-Form (-ite) ist – wie schon beim Präsens – zugleich die Höflichkeitsform: „Dođite, molim Vas!" (Kommen Sie bitte!)
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Deutsch ↔ Bosnisch

Deutsch

Modalverb + Infinitiv: „Ich muss arbeiten." – das kennst du.

Imperativ mit eigenen Formen: „Komm!", „Hört zu!" – verneint mit „nicht": „Komm nicht!"

Bosnisch

Modalverb + Infinitiv genauso – oder „da" + Präsens: „Moram da radim."

Imperativ mit eigenen Endungen, verneint mit „nemoj": „Nemoj doći!"

Viel ist vertraut: Das Modalverb-Infinitiv-Muster gibt es im Deutschen genauso. Zwei Dinge sind neu: die häufige bosnische Variante „da" + Präsens und die Verneinung des Imperativs mit „nemoj" statt einem einfachen „nicht".

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Üben

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Frage 1 von 10
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Spickzettel

Das Wichtigste auf einen Blick

Modalverben: moći (können), morati (müssen), htjeti (wollen), trebati (sollen/brauchen), smjeti (dürfen).
Struktur: Modalverb (konjugiert) + Infinitiv – „Moram raditi.", „Mogu doći."
Typisch Bosnisch: „da" + Präsens statt Infinitiv – „Moram da radim" = „Moram raditi".
Imperativ-Endungen: nach Vokal -j/-jmo/-jte (slušaj!), sonst -i/-imo/-ite (radi!).
Unregelmäßig: dođi! (komm), idi! (geh), budi! (sei), jedi! (iss).
Verneinen: „nemoj" (du) / „nemojte" (ihr/Sie) + Infinitiv – „Nemoj plakati!" Die vi-Form ist auch höflich.