Personalpronomen

Ich, du, er … – und die kurzen und langen Formen für „mich", „dir" und „für dich".

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3Regel
4Vergleich
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6Spickzettel
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Einstieg

„Ich lerne" sagst du schon ganz ohne Pronomen: Učim. Aber wie sagst du „Ich sehe dich", „Gib mir das Buch" oder „Das ist für dich"? Dafür brauchst du die Objektformen der Pronomen.

Und hier kommt der Clou: „Volim te." (Ich liebe dich.) – „Ovo je za tebe." (Das ist für dich.) Zweimal „dich" – aber te und tebe. Viele Pronomen haben eine kurze und eine lange Form.

Keine Sorge: Die Subjektpronomen sind der leichte Teil. Spannend – und neu – ist nur das Paar kurz/lang.

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Beispiele

Achte auf die Pronomen: Manche sind Subjekt, manche Objekt – und manche treten kurz oder lang auf:

Ja učim, on radi.
Ich lerne, er arbeitet.
Subjektpronomen (zur Betonung)
Vidim te.
Ich sehe dich.
Akkusativ kurz: te
Ovo je za tebe.
Das ist für dich.
nach Präposition: lang
Daj mi knjigu.
Gib mir das Buch.
Dativ kurz: mi
Poznajem ga.
Ich kenne ihn.
Akkusativ kurz: ga
Pomažem joj.
Ich helfe ihr.
Dativ kurz: joj

Drei Beobachtungen: Subjektpronomen (ja, on) brauchst du selten – die Verbendung reicht. Objektpronomen wie te, mi, ga, joj stehen mitten im Satz. Und manche haben zwei Formen: kurz im Alltag (te), lang nach Präpositionen und zur Betonung (tebe).

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Die Regel

Gruppe 1: Die Subjektpronomen (Nominativ)

Das sind die Pronomen, die du schon kennst – sie stehen für den Handelnden:

Person Bosnisch Deutsch
1. Singularjaich
2. Singulartidu
3. Singularon / ona / onoer / sie / es
1. Pluralmiwir
2. Pluralviihr / Sie
3. Pluraloni / one / onasie
Wichtig: Diese Pronomen lässt du meistens weg – die Verbendung zeigt die Person schon an (Učim = ich lerne). Du nutzt sie nur zur Betonung oder zum Kontrast: „Ja učim, on spava."

Gruppe 2: Objektpronomen im Akkusativ (wen?)

Jetzt das Neue: Im Akkusativ hat jedes Pronomen eine kurze Form (für den Alltag) und eine lange Form (nach Präpositionen und zur Betonung).

Person kurz lang
ja → michmemene
ti → dichtetebe
on/ono → ihn/esganjega
ona → siejenju
mi → unsnasnas
vi → euch/Sievasvas
oni → sie (pl)ihnjih
Kurz oder lang? Im Alltag fast immer kurz: „Vidim te." (Ich sehe dich.) Lang nur nach Präpositionen: „za tebe" (für dich) – oder zur Betonung: „Tebe volim, ne njega."

Gruppe 3: Objektpronomen im Dativ (wem?)

Genau dasselbe Prinzip im Dativ – dem Fall des Empfängers (wem gebe/sage/helfe ich?):

Person kurz lang
ja → mirmimeni
ti → dirtitebi
on/ono → ihmmunjemu
ona → ihrjojnjoj
mi → unsnamnama
vi → euch/Ihnenvamvama
oni → ihnenimnjima
Stellung: Wie im Satzbau-Kapitel stehen die kurzen Formen an zweiter Stelle: „Daj mi knjigu." Die langen Formen kommen nach Präpositionen („k meni" = zu mir) oder bei Betonung („Meni je hladno." = Mir ist kalt).
Nicht verwechseln: Die kurze Dativform mi (mir) sieht aus wie das Subjektpronomen mi (wir), und ti (dir) wie ti (du). Welches gemeint ist, zeigt immer der Satz.
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Deutsch ↔ Bosnisch

Deutsch

Das Subjektpronomen ist Pflicht: „Ich sehe dich."

Pro Fall gibt es eine Form: mich, dir, ihm – keine kurz/lang-Wahl.

Bosnisch

Das Subjektpronomen ist optional: „Vidim te." (kein „ja" nötig).

Objektpronomen haben zwei Formen: kurz (te, mi) und lang (tebe, meni).

Zwei Unterschiede: Im Bosnischen sparst du dir das Subjektpronomen (die Verbendung genügt). Dafür gibt es bei den Objektpronomen die kurz/lang-Wahl – kurz für den normalen Redefluss, lang nach Präpositionen und zum Betonen. Die kurze Form ist dein Standard.

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Üben

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Frage 1 von 10
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Spickzettel

Das Wichtigste auf einen Blick

Subjektpronomen: ja, ti, on/ona/ono, mi, vi, oni/one/ona. Meist weglassbar – die Verbendung zeigt die Person.
Zwei Formen: Objektpronomen gibt es kurz (Alltag) und lang (betont / nach Präposition).
Akkusativ kurz: me, te, ga, je, nas, vas, ih (lang: mene, tebe, njega, nju, njih).
Dativ kurz: mi, ti, mu, joj, nam, vam, im (lang: meni, tebi, njemu, njoj, njima).
Lange Form: nach Präpositionen (za tebe, k meni) und zur Betonung (Tebe volim).
Stellung: kurze Formen an zweiter Stelle – „Vidim te.", „Daj mi knjigu."